Metabolic Activation Training (MAT)
Wie ihr vielleicht wisst, kommt es nicht auf die Länge, sondern auf die Intensität an. Das gilt auch beim Training. Spaß beiseite, aber es stimmt nun mal. Ein langes Ausdauertraining, bei dem die Intensität der Bewegungen vernachlässigt wird, ist längst nicht so effizient wie ein kürzeres Training mit Pfeffer im Hintern. Natürlich kann unser Körper in zehn Minuten nicht so viel fett verbrennen wie in dreißig. Aber darum geht es gar nicht.
Der sogenannte „Nachbrenneffekt“ ist entscheidend. Er hängt davon ab, wie unsere Hormone nach einer Trainingseinheit reagieren. Ein kurzes und intensives Training erhöht den Stoffwechsel und regt die Fettverbrennung auch nach den Übungen noch an. Ein langes, eher lasches Training kurbelt unseren Stoffwechsel nicht so stark an – weswegen der erwünschte Nachbrenneffekt ausbleibt.
Darum ist es sinnvoll, kurz und intensiv zu trainieren. Das Metabolic Activation Training (MAT) kostet uns nur vier Minuten – und lässt unser Fett dennoch schmelzen.
Wie das funktionieren soll? Zunächst müssen wir dafür sorgen, dass unser Puls förmlich explodiert. Da wir dafür nur vier Minuten Zeit haben, könnt ihr euch vorstellen, wie sehr wir uns anstrengen müssen. Der gesteigerte Puls löst verschiedene Reaktionen in unserem Körper aus. Einerseits wird unser Appetit gehemmt, was natürlich förderlich für unsere Diät ist.
Andererseits verbrauchen wir Unmengen an Kalorien, weil unser Körper sein Gleichgewicht wiederfinden muss und ihn das ziemlich anstrengt. Wir haben also weniger Appetit und verbrennen mehr Kalorien – super, oder? Außerdem schütten wir eine Menge Adrenalin und Wachstumshormone aus. Und ihr wisst ja, dass Adrenalin und Wachstumshormone fettverbrennend wirken. Und dass der Nachbrenneffekt der beim MAT ebenfalls sehr hoch ist, haben wir ja bereits festgestellt.
Nachdem wir nun wissen, dass Metabolic Activation Training sehr förderlich für uns ist, wollen wir natürlich auch wissen, wie man es richtig ausführt. Der Puls muss in die Höhe getrieben werden, das ist klar. Aber selbstverständlich können wir nicht einfach vier Minuten lang im Kreis rennen – also was müssen wir tun?
Prinzipiell eignen sich alle Übungen, die ihr ohne schlapp zu machen ausführen könnt. Eurer Fantasie sind dabei keine Grenzen gesetzt, ihr könnt Hampelmänner oder ein paar schnelle Liegestütze machen und anschließend noch die Treppe rauf und runter rennen – wie ihr wollt. Sucht euch ein paar einfache Übungen aus, die ihr vier Minuten lang straff durchziehen könnt.
Ob ihr dabei eine einzige Übung absolviert oder vier verschiedene je eine Minute lang, liegt ebenfalls bei euch.
Probiert es einfach aus, mit der Zeit werdet ihr schon sehen, welche Kombination sich besonders gut für euch eignet. Achtet aber darauf, bei möglichen Übergängen keine unnötigen Pausen entstehen zu lassen.
Wenn ihr vom Trainingsraum erst zur nächsten Treppe laufen müsst, geht der Effekt flöten. Ansonsten gilt: Powert euch bis zum Umfallen aus. Erst wenn ihr denkt, dass gar nichts mehr geht, seid ihr am Ziel angelangt.
Und wie oft müssen wir auf diese Weise trainieren? Ideal wäre eine Einheit pro Tag, aber wenn ihr es nur jeden zweiten Tag schafft, dann ist das auch in Ordnung.
Wenn ihr mehr als eine Einheit pro Tag absolvieren wollt, dann tut es. Aber übertreibt es nicht, sonst habt ihr keine Energie mehr für normale Trainingseinheiten. Richtig gelesen: Die normalen Trainingseinheiten können und sollten weiterhin parallel absolviert werden!
Zu welcher Tageszeit das MAT ausgeführt wird, ist eigentlich egal. Besonders sinnvoll ist es aber vor einer Mahlzeit, denn durch das Adrenalin wird der Appetit gehemmt und dann esst ihr nicht so viel.
Auf eine bestimmte Ernährungsweise müsst ihr übrigens nicht achten. Ernährt euch einfach so gesund wie immer – das heißt: wenig Fett und viel Eiweiß.


