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Grundlagen der Ernährung – Nährstoffe
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Die Grundlagen der Ernährung

 

 

Die Vielfalt und Verlockung ungesunder Lebensmittel ist sehr groß und zu viele Menschen wissen gar nicht, was

sie ihrem Körper teilweise antun. Die Erkenntnis kommt dann meist, wenn es schon zu spät ist. Dabei reicht für

eine gesunde und vernünftige Ernährung schon grundlegendes Wissen, wie der Körper die Nährstoffe

verwertet, die ihm Tag für Tag zugeführt werden. Verschafft euch hier einen kleinen Überblick, wie

Nährstoffe eigentlich funktionieren und wozu sie gut sind.

 

Kohlenhydrate

 

Die Kohlenhydrate sind die Energielieferanten für den Körper und bilden damit auch den wichtigsten Nährstoff.

Kohlenhydrate werden in Einfach-, Zweifach, Mehrfach- und Vielfachzucker unterschieden. Einfach- und

Zweifachverbindungen, wie Traubenzucker oder Haushaltszucker zum Beispiel, stellen dem Körper sehr

schnelle Energie zur Verfügung, da sie nicht weiter aufgespalten werden müssen. Sie sind die kleinsten

Bausteine der Kohlenhydrate und können direkt verwertet werden. Allerdings liefern diese einfachen

Kohlenhydrate nur einen Energieschub von kurzer Dauer. Für eine langanhaltende Energieversorgung sind die

komplexen Kohlenhydrate verantwortlich. Die Spaltung dieser Mehrfach- und Vielfachzucker beginnt schon im

Mund und führt sich im Darm fort. Auch diese Mehrfachverbindungen werden vom Körper in verwertbaren

Einfachzucker zerlegt. Der Spaltungsvorgang durch Enzyme gewährleistet aber eine langfristige Versorgung des

Blutes mit Zucker, ohne eine übermäßige Insulinausschüttung zu verursachen. So bleibt eine stabile

Energieversorgung des Körpers durch den Blutzucker gewährleistet, während der Genuss von einfachen

Kohlenhydraten (z. B. Süßigkeiten, Traubenzucker) zu starken Schwankungen des Blutzuckers führt.

Kohlenhydrate werden in der Leber und im Skelettmuskel gespeichert. Sind diese Speicher voll, wird der

Überschuss an Kohlenhydraten in Fett umgewandelt und in Fettdepots eingelagert.

 

Ballaststoffe

 

Ballaststoffe haben keine Auswirkung auf den Energiestoffwechsel des Körpers und können nur von Bakterien

im Dickdarm verwertet werden. Nichtsdestotrotz erfüllen Ballaststoffe wichtige Funktionen. Sie schützen den

Darm vor Krankheiten oder beugen Stoffwechselerkrankungen, wie Diabetes vor. Wichtige Bestandteile der

Ballaststoffe sind pflanzliche Fasern, wie Pektin, Lignin und Cellulose. Vollkornprodukte, Hülsenfrüchte, Nüsse

oder auch Haferflocken sind besonders ballaststoffreich.

 

Fette

 

Fette erfüllen lebenswichtige Funktionen im Körper. Sie dienen als Baustein im Aufbau von Zellwänden und

Hormonen und sind am Immun-, sowie Gerinnungsstoffwechsel beteiligt. Eine besondere Aufgabe der

Nahrungsfette ist der Transport fettlöslicher Vitamine.

Fettsäuren kommen in gesättigter, einfach und zweifach ungesättigter Form vor. Im Gegensatz zu den

gesättigten Fettsäuren, können die ungesättigten nicht alle vom Körper gebildet werden. Diese gesunden,

ungesättigten Fette finden sich überwiegend in fettem Fisch, Oliven- oder Rapsöl und Nüssen. Ungesunde,

oftmals versteckte Fette, wie in Wurst, Schokolade, Kuchen oder Fast Food sollten auf ein Mindestmaß

reduziert werden.

 

Überschüssige Energie wird vom Körper als Fett in den Depots in konzentrierter Form gespeichert. Dadurch

liefert die Verbrennung gespeicherten Fettes mehr als die doppelte Energie, als über die Nahrung zugeführtes.

Auch Cholesterin bildet einen wichtigen Bestandteil der Fette. Cholesterin wird zum Aufbau von Vitamin D,

Steroidhormonen und für die Gallensäuren benötigt. Zudem ist es ein wichtiger Membranbaustein der

Zellwände. Mittlerweile wird das Cholesterin in zwei Formen unterschieden: In LDL (low-density lipoprotein),

im Volksmund das schlechte, und HDL (high-density lipoprotein), das gute Cholesterin. Das LDL enthält

überschüssiges Cholesterin, das in Blutgefäßen abgelagert werden kann, während das HDL die Blutbahn von

überschüssigem Cholesterin befreit. Da der Körper selbst Cholesterin bildet, sollten allerdings nicht zu viele

cholesterinhaltige Nahrungsmittel konsumiert werden. Hierzu zählen besonders Vollei, Schweinefleisch oder

auch Butter.

 

Da Fett als Geschmacksträger in Speisen fungiert, ist die Gefahr natürlich groß, dass übermäßig viel davon

konsumiert wird. In angemessener Menge ist aber auch der von vielen Diäten verteufelte Nährstoff ein

außerordentlich wichtiger.

 



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